Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs überleben
Magenkrebs und Speiseröhrenkrebsüberleben

Horrorgeschichten

Erstaunlicherweise passiert es bei fast allen Betroffenen sehr ähnlich:

wenn man direkt nach der Diagnose völlig in Panik ins Internet geht und etwas ungezielt nach Themen wie Überlebenschance, Folgen der Krankheit u.s.w. sucht, stößt man als erstes auf die allerschlimmsten Berichte, die die Verzweiflung und den Schock noch viel größer machen.

Ich möchte hier gar nicht in die Details gehen, aber es springen einen als allererstes die furchtbarsten Schilderungen von Betroffenen und sehr pessimistisch klingende Statistiken an.

Spätestens jetzt setzt sich im Kopf ein völliges Horrorszenario zusammen, und man steht völlig fassungslos vor der vermeintlichen Erkenntnis, dass jetzt das Leben entweder sowieso zu Ende ist oder nur unter allerschlimmsten Qualen vielleicht noch ein wenig verlängert werden kann.

 

Bei etwas objektiverer Betrachtung würde uns vielleicht auffallen, dass die "Horrorgeschichten" nur deshalb eine so furchtbare Wirkung auf uns haben, weil sie uns völlig unvorbereitet treffen. Denn es sind im Grunde Schilderungen von Therapiemaßnahmen, die die meisten von uns gut überstehen, und Beschreibungen von Nebenwirkungen, die uns nur teilweise oder oft gar nicht betreffen. Die allermeisten Statistiken zu Überlebenswahrscheinlichkeiten sind Teile von Doktorarbeiten u.ä., die vielleicht vor 5 oder mehr Jahren geschrieben wurden, und die einen Erhebungszeitraum von vielleicht vor 7-15 Jahren beinhalten. Zudem betreffen sie Patienten mit sehr untrschiedlicher Ausgangssituation, die auf uns selbst gar nicht zutreffen muss.

Man müsste den ganzen Kram deshalb eigentlich gar nicht lesen. 

 

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© - Frank Maienschein 2017