Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs überleben
Magenkrebs und Speiseröhrenkrebsüberleben

erste Chemo

zur ersten Chemo werde ich für eine Woche stationär in die Klinik eingewiesen.

Sie beginnt für meinen Geschmack sehr spektakulär, indem man mir gleich mehrere Infusionen gleichzeitig an meinen Port hängt, und diese Dinger alle halbe Stunde durch wieder etwas neues ersetzt werden. Vorchemo nennt man das.  Erst am nächsten Morgen bekomme ich einen kleinen elektrischen Kasten ans Bett gestellt, mit Display und Lämpchen und einer riesigen Spritze dran. Dies Spritze beinhaltet eine 24-Stunden-Dosis meiner Chemo-Mixtur, und der Kasten sorgt dafür, dass sie innerhalb der 24 Stunden ganz langsam und gleichmäßig zusammengedrückt und so der Inhalt über eine Leitung in meinen Port abgegeben wird. Diese Spritze wird dann täglich ausgetauscht. Ich fühle mich blendend, arbeite auf dem Laptop mit meiner Recording-Software an alten Studio-Aufnahmen, lese viel und gehe mit der Kiste sogar regelmäßig im Klinikpark spazieren.

Während dieser Woche läuft die Bestrahlung weiter (nun für mich zu Fuß erreichbar), und die Sondennahrung nehme ich parallel zur normalen Krankenhauskost zu mir. Bei den Mahlzeiten stelle ich zunehmend fest, dass die Kombination aus Bestrahlung und Chemo nun doch langsam Wirkung zeigt, nämlich ein ganz langsam zunehmendes brennendes Gefühl beim Schlucken, genau im Bereich der unteren Speiseröhre zum Magen, da wo mein Tumor sitzt.

Als ich nach genau einer Woche entlassen werde, warte ich immer noch auf die so oft beschriebenen Nebenwirkungen der Chemo. Es ist aber nichts, außer einer leichten körperlichen Erschöpfung, die mich erst am letzten Tag der Chemo befallen hat.

 

 

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© - Frank Maienschein 2017