Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs überleben
Magenkrebs und Speiseröhrenkrebsüberleben

Updates

Hier möchte ich regelmäßige Informationen über die weitere Entwicklung meiner Genesung, meines Gesundheitszustands und meiner Erfahrungen mit der Zeit nach der Erkrankung geben.

Update September 2018

 

In den Sommerferien  sind wir 3 Wochen in die Dolomiten zum Mountainbiken gefahren. In dieser Zeit haben wir fast jeden Tag lange und durchaus anstrengende eMTB-Touren unternommen. Über 1.000 Höhenmeter pro Tag, und das auf sehr anspruchsvollen, teilweise nur gerade noch fahrbaren Trails, das ist auch mit e-Unterstützung eine ziemlich sportliche Angelegenheit. Der geänderte Tagesablauf (tagsüber unterwegs nur kleinere Mahlzeiten, spätnachmittags oder abends die Hauptmahlzeit) hat recht gut funktioniert, lediglich geringe nächtliche Säureattacken (wohl durch das späte Essen) waren die Folge.

Nur wenige Tage später bin ich nochmals in die Alpen gefahren (Österreich/Italien), um dort einen zweiwöchigen Motorradurlaub zu verbringen. Mini-Wohnmobil als Basisstation, und fast täglich etwa 6 Stunden lange Tagestouren mit dem Motorrad. Dabei Selbstversorgung: tagsüber unterwegs mit Yoghurtdrinks, belegten Brötchen u.s.w., nachmittags/abends Tiefkühlgerichte auf dem Campingkocher.

Während dieser sehr aktiven Sommerzeit, die zudem geprägt war von teilweise unregelmäßigen und andersartigen Mahlzeiten sowie außerordentlich heißem Wetter, habe ich "nur" etwas mehr als 2 kg abgenommen. Nun starte ich mit knapp 83kg in das Winterhalbjahr und bin gespannt, wie lange es dauern wird, mich wieder auf 85-86kg hochzufuttern.

Ich bin sehr glücklichund ein bisschen stolz, dass ich in diesem Sommer so viele sportliche Aktivitäten wahrnehmen konnte, und dass ich mit den Umständen, die ein Campingurlaub in den Dolomiten und ein mehrwöchiger Motorradurlaub mit sich bringen, so gut zurecht gekommen bin. Vor zwei Jahren hätte ich so etwas noch für völlig unmöglich gehalten.

 

 

Update Januar 2018

 

Die inzwischen nur noch halbjährlichen Nachsorgeuntersuchungen sind weiterhin unauffällig.

Im Laufe des Jahres 2017 konnte ich die Portionsgrößen meiner Mahlzeiten und auch die Vielseitigkeit auf ein absolut normales Maß steigern. Ich esse wieder fast dieselben Dinge (und das sehr gerne ;) wie vor der OP. Lediglich die 30-60minütigen Ruhezeiten nach den Mahlzeiten (je nach Größe) muss ich weiterhin einhalten. Die Zahl der Mahlzeiten konnte ich damit auf 4 reduzieren. Gleichzeitig konnte ich mein Gewicht bei regelmäßigem Kraft-Ausdauersport (3x pro Woche) auf 85-86kg steigern, also im Jahr 2017 ein Anstieg um 2 kg.

Durchfall u.ä. kommt nur noch alle paar Wochen vor. Dumping fast überhaupt nicht mehr, und wenn, dann nur in der allerleichtesten Form.

Körperlich fühle ich mich annähernd so kräftig und in vielen Bereichen fast so leistungsfähig wie vor der Erkrankung, abgesehen von den bekannten Einschränkungen.

Eine deutliche Reduzierung stelle ich beim Lungenvolumen fest. EInerseits beim Ausdauersport, andererseits beim Singen im Chor. Ich schiebe das auf den Raum, den mein Essensreservoir (der hochgezogene Magen) im Brustraum fordert, werde im Falle einer Verschlechterung aber mal einen Lungenfunktionstest u.s.w. machen.

Ich habe im Laufe des Jahres zwei Versuche gemacht, Pantropazol 40 abzusetzen, aber ohne Erfolg. Die Magensäure hat nachts zu sehr starken und regelmäßigen Hustenanfällen geführt. Seitdem nehme ich es wieder regelmäßig (40mg pro Tag, immer abends).

Im Laufe des Jahres konnte ich feststellen, dass ich psychisch doch deutlich weniger belastbar bin als vor der Erkrankung. Z.B. großer Lärm oder stressige Situationen belasten mich deutlich mehr als früher. Gut dass ich seit einigen Wochen nicht mehr arbeiten muss! Meine Hobbys, wie Malen, Mountainbikefahren und in meinem Homestudio Musik zu produzieren, machen mir umso mehr Freude :)

Ich kann inzwischen wieder mehrwöchige Urlaubsreisen ins nahe Ausland unternehmen.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© - Frank Maienschein 2017