Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs überleben
Magenkrebs und Speiseröhrenkrebsüberleben

Wahl der Klinik

Die Wahl der Klinik ist eine sehr wichtige Entscheidung, zu der man sich sehr gründlich beraten lassen sollte.

 

Sicher gibt es immer gute Gründe, das nächstgelegene Krankenhaus zu wählen, in dem unsere Erkrankung behandelt werden kann. Die räumliche Nähe, die gute Erreichbarkeit für Angehörige u.s.w.  Manchmal empfiehlt der Hausarzt auch einfach das Krankenhaus, in das er schon einige Patienten überwiesen hat.

 

Nach meiner Erfahrung ist es aber für den Erfolg der Therapie wichtiger, die Entscheidung bei unserer Erkrankung nach anderen Kriterien zu treffen:

Magen- oder Speiseröhrenkrebs ist eine der etwas selteneren Tumorerkrankungen, wenn man sie z.B. mit Brustkrebs oder Lungenkrebs vergleicht. Gleichzeitig erfordert sie eine sehr anspruchsvolle, umfangreiche und folgenschwere Therapie, von Chemo über Bestrahlung bis zu einer sehr großen Operation.

Ich würde deshalb auf jeden Fall eine Klinik wählen, die eine ausreichende bzw. überdurchschnittliche Menge an Fallzahlen vorweisen kann, nämlich möglichst deutlich mehr als 20 Fälle pro Jahr. Im Idealfall sollte der operierende Arzt (Bauchchirurgie) eine persönliche Erfahrung von etwa 10 gleichartigen Operationen z.B. Magenhochzug) pro Jahr haben.

Dies wird man sicherlich nicht in einer eher kleineren Klinik antreffen, die die medizinische Grundversorgung in allen Disziplinen für einen kleineren Landkreis sichern soll, sondern es wird auf eine große Klnik hinauslaufen, die in einschlägigen Kreisen bekannt ist für besonders viel Erfahrung im Bereich Onkologie/Bauchchirurgie, und die selbst über alle beteiligten Einrichtungen und Fachbereiche verfügt, nämlich eine umfangreiche Diagnostik (MRT, CT, Pathologie, Labor), Radiologie, Onkologie, innere Chirurgie. Im besten Fall handelt es sich sogar um eine spezialisierte Klinik, die für ein großes Einzugsgebiet (z.B. Ruhrgebiet, Großraum München oder Berlin u.s.w.) als führend in der Therapie unserer Erkrankung gilt.

 

Informationen zu diesem Thema gibt es einerseits auf Internetseiten wie z.B. der "weißen Liste" , andererseits kann man auch durch gezieltes Befragen mehrerer Ärzte, denen man in der Zeit der Diagnose begegnet (Hausarzt, Onkologe, Radiologe) einiges an Informationen zusammentragen.

Schließlich besteht noch die Möglichkeit, sich mit den Kliniken, die auf diese Weise in die engere Wahl fallen, direkt in Verbindung zu setzen oder gezielte Auskünfte darüber einzuholen.

 

Für meinen eigenen "Einzugsbereich", nämlich das mittlere bis östliche Ruhrgebiet, kann ich an dieser Stelle schon mal zwei ganz klare Empfehlungen aussprechen, nämlich das Klinikum Dortmund und die Uniklinik Essen.

 

 

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